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“…dass die Vogue im Grunde keinen Draht zur Mode besitzt.” | modebeitrag.de

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“…dass die Vogue im Grunde keinen Draht zur Mode besitzt.”

7 Januar 2010 // Filed under Film

Die Modewelt wird jedoch offenkundig nicht ausschließlich von den Maximen des Postfordismus (Kooperation, Eigenverantwortlichkeit) regiert, sondern bleibt auch vom ständischen Prinzip durchdrungen.

Während der Künstler – im Modebereich durch den Typus des Designers vertreten – längst seine Unschuld verloren hat und von kommerziellen Zwängen in Schach gehalten wird, wird Vermittlern wie Wintour noch eine Art Restautonomie zugesprochen, was in ihrem Fall bedeutet, dass sie im Grunde schalten und walten kann, wie sie will. Natürlich muss auch sie auf modische Konjunkturen, die Bedürfnisse der Anzeigenkunden etc. etc, Rücksicht nehmen. Zugleich gesteht man ihr jedoch noch jede Schrulle zu, so wie man es in den 1970er Jahren auch einem „großen Künstler“ wie Yves Saint Laurent großzügig verzieh, dass er Allüren hatte und schwierig war. Wenn die Herausgeberin der größten Modezeitschrift vom verloren gegangenen Freiraum des Künstlers profitiert, dann deutet sich darin aber noch eine weitere gesellschaftliche Verschiebung an – die Verschiebung von der Produktion hin zur Reproduktion. Die Macht hat heute auch im Modebereich diejenige, die für reproduktive Bereiche wie Vermittlung oder Kommunikation verantwortlich ist.

Ein Lichtblick im Wust meiner derzeitigen Blogrecherche – Isabelle Graws Artikel “Alle Macht der Chefredaktion” zu “The September Issue” in der Netzkolumne “Reiche Römer”.

2010-01-07  ::  mary

Talkback x 7

  1. anna
    8 Januar 2010 @ 08:21

    ja, die mode ist kein ponyhof, liebe mary!
    aber, ist das denn so schlimm? dein pessimismus in allen ehren, aber, es wird mittlerweile schon fast depressiv

  2. mary
    8 Januar 2010 @ 13:47

    Anna, das ist ein (Groß)Zitat aus einem Artikel von Isabell Graw.

  3. blica.
    9 Januar 2010 @ 00:49

    schon die texte zur kunst-modeausgabe durchgegraben? zwar schon von 2004, aber nicht unergiebig.
    http://www.textezurkunst.de/56/

  4. mahret
    9 Januar 2010 @ 12:16

    Ja, die Texte zur Kunst Ausgabe war u.a. ein Grund dafür, warum ich von der Kunst ein wenig mehr zur Mode gekommen bin. Leider schon längst vergriffen das gute Stück, aber im Grunde ein unverzichtbare Grundlage für all jene, die ein kritisches Intersse an Mode und ihren Darstellungsformen haben.

  5. mary
    9 Januar 2010 @ 12:21

    und mahret leiht sie gern aus ;)

  6. mahret
    12 Januar 2010 @ 10:12

    Ich habe sie leider auch nicht. Hatte eine Art “Dauerausleihe” an der Unibibliothek Heidelberg. Musste das gute Stück dann leider weggeben als ich weggezogen bin. Aber das meiste gibt es eh im Netz und auswendig kenne ich sie auch fast ;)

  7. Patricia
    12 Januar 2010 @ 22:50

    Ich finde, es fängt gerade an sich zu ändern: die Macht liegt nicht mehr allein bei den Vermittlern und bei den für Kommunikation Verantwortlichen, sondern immer mehr auch bei Streetstyleblogs und anderem.