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pretty scary

3 Dezember 2009 // Filed under Internet

Sich vor Bloggern zu fürchten scheint derzeit zum guten Ton unter Designern zu hören, tönte erst Alber Elbaz kürzlich:

“I’m really scared of bloggers, and I know this is how they judge me.”

stimmte jetzt Christopher Kane mit ein:

“It’s a bit mad, isn’t it? It feels like it’s happened all of a sudden and at some shows this season the front row was just all bloggers. I think it will die down though, and people know what they are doing. No one who wants to read a serious review of a show is going to look at what a 14-year-old thinks. But it has become more critical; people can say what they want about anyone on a blog without consequences and that’s quite scary. There are real repercussions for a designer if a photo of something is leaked by a blog; it can be copied in a fortnight and that can really harm a business. You have to be much more careful now.”

Via: LesMads, Vogue UK

2009-12-03  ::  mary

Talkback x 7

  1. mahret
    3 Dezember 2009 @ 11:16

    Ich finde es ganz fantastisch, wie Mr. Kane seine Angst auf den Punkt bringt: “people can say what they want about anyone on a blog without consequences and that’s quite scary.” Die Konsequenzen, die es haben kann, wenn jemand in einem traditionellen Medium seine Meinung sagt sind bekannt.

    Durch Mr. Kanes Aussage strahlt eine recht erschreckende (nicht wirklich überraschende) grundsätzliche Angst/Unsicherheit (die SO viele mit ihm teilen!) Ganz oben an steht die Tatsache, dass Herr Kane nicht wirklich weiß wovon er redet und scheinbar kein regelmäßiger Nutzer des Internets mit all seinen Möglichkeiten ist. Denn dann hätte er längst bemerkt, dass Diskussionen um eine Qualitätssicherung längst geführt werden (und würde vielleicht entsprechend handeln!?) In einem Punkt hat er wohl ein bisschen Recht: “I think it will die down though, and people know what they are doing. No one who wants to read a serious review of a show is going to look at what a 14-year-old thinks.” Jein. Niemand möchte Müll lesen. Aber, warum soll bitte ein 14 jähriges Mädchen nicht in der Lage sein, eine “serious review” zu verfassen? Womit wir wieder beim ewigen Problem wären, dass ich auch schon an der AMD Podiumsdiskussion bemängelt habe. Wieso ist es so in den Köpfen der Kritiker versteinert, dass per se auf Blogs nur Müll passiert?

    Kommen wir zurück zur Unsicherheit Herrn Kanes: Lieber Christopher, da draußen außerhalb Deines Ateliers ist das Leben, das entwickelt sich stetig fort, das war immer so und wird immer so sein. Es ist also keine Überraschung! Jetzt kann man das gut finden, muss aber nicht, an der Tatsache, dass es so ist, wird sich nichts ändern. Natürlich kannst Du weiterhin in Deinem Atelier sitzen, Dich dem Fortschritt verweigern, schmollen und dabei zusehen, wie Dein Unternehmen den Bach hinuntergeht, weil es beim Tempo des Lebens nicht mehr mithalten kann. Du kannst aber auch in den sauren Apfel beißen und einen Weg für Dich finden, mit den Tatsachen zurechtzukommen und vielleicht, wie Deine Kollegen, ausgewählte Blogger zu Deinen Shows einladen, sie wie Journalisten behandeln und dann auch journalistische Reaktionen erhalten. Das ist dann auch nicht so schlimm. Modeblogger lieben die Mode, ebenso wie Du. Die wenigsten haben ein Interesse daran, nache einer Show den Designer, dessen Einladung sie hart erarbeitet haben, in der Luft zu zerreißen. Das auf der einen Seite. Auf der anderen: Ein bisschen Kritik in der Modewelt kann nicht schaden (das Fass möchte ich hier aber jetzt nicht aufmachen), oder hast Du etwas Angst, dass Dein Designkonzept einer Kritik nicht wird standhalten können? Ach wie gerne würde ich darauf eine Antwort erhalten…

  2. mary
    3 Dezember 2009 @ 11:23

    vielleicht hättste dann englisch schreiben sollen?

    im grunde sehe ich es ebenso – der größte faktor bei dieser angst ist weiterhin: unwissenheit. die leute kennen sich einfach nicht aus.

  3. mahret
    3 Dezember 2009 @ 11:47

    Jaja, vielleischt schreibe ich ihm einen Brief!?

  4. jessie
    3 Dezember 2009 @ 12:17

    Danke dafür, Mahret. Stimme sehr damit überein.
    Und dabei ist Kanes Angst auch noch so unbegründet, schliesslich herrschte schon immer Meinungsfreiheit, nur wurde vielleicht eher hinter dem Rücken das Maul zerrissen (oder eben nicht). Nur weil Blogs plötzlich so viel Gehör bekommen, ändert das doch trotz zwischengeschalteter Meinungsmacher den Grundtonus nicht.

  5. mary
    3 Dezember 2009 @ 12:29

    das ist ja auch in erster linie eine verunglimpfung von blogs – und verhärtet die meinung, dass in blogs nur sinnfrei gelästert würde. sie werden also nur als gossip-tratsch medien wahrgenommen. dabei äußern blogs in erster linie nur (meist unreflektiertes) lob!

  6. LindaLove
    3 Dezember 2009 @ 12:46

    aber die tatsache, dass er solche aussagen trifft, spricht doch dafür, dass blogs nicht als gossip-kinder-kram angesehen werden, sondern eher schon als ernstzunehmende platform, über die man kommunizieren kann. ich denke bei übertrieben bloggergefüllten frontrows wird es trotzdem nicht bleiben, es wird sich wohl eher langsam richtung normalität bewegen. den unterschied zwischen magazinen und blogs sehe ich allerdings darin, dass es nicht in der anzahl magazine gibt, die schlecht oder sinnfrei sind wie es blogs dieser art gibt. das, was ihr 3 macht, würde ich einer anderen liga zuordnen als die armada der .blogspot spielereien, die jeder (ich z.b.) betreiben kann. wer sich als blog professionell präsentiert, wird auch professionell wahrgenommen und akzeptiert, oder?

  7. mahret
    4 Dezember 2009 @ 14:12

    Jein, zu Deiner ersten Aussage. Ich finde nicht, dass er dazu eine Aussage trifft. Es geht bei ihm, so verstehe ich das, eher um eine diffuse Angst vor dem Medium an sich, dass sicht nicht wie z.B. der Print durch Werbeetats oder sonstige sich mit den Jahren etabliert habende Mechanismen kontrollieren lässt. Ich glaube auch nicht, dass es bei übertrieben bloggerüberfüllen frontrows bleiben wird. Mit der Zeit – so hoffe ich – wird sich schlichtweg die Qualität durchsetzen und so werden die “wichtigen” Menschen in der ersten Reihe sitzen. Die gesamte Szene befindet sich gerade im Umbruch und künftig wird eine gute Mischung aus Celebrities, Journalisten und eben Bloggern eingeladen werden. Und klar gibt es nicht so viele schlechte Magazine, wie Blogs, weil ein Magazin zu produzieren ja auch mal eben nicht so einfach geht, wie das Aufsetzen eines Blogs… Und Danke für die Blumen. Ja, ein professioneller Auftritt ist sicher hilfreich, um im Strudel der Bloggosphäre ernst genommen zu werden. Aber nicht mandatory! Gegenbeispiele gibt es genug.